Bericht 44. Hopewell Rocks bis Peggy`s Cove 14.10. bis 23.10.

Herzlichen Dank wieder für eure Einträge, wir freuen uns immer noch darüber.

Wir „wanderten“ zu viert zwischen den Steinen durch, bis zu 16 m ist hier der Wasserstand- Unterschied. Am Nachmittag gesellte sich ein weiteres CH-Paar von der Panamericana zu uns, auch sie hatten wir seit Vancouver Island nicht mehr gesehen. Auch mit ihnen wurde der Abend sehr unterhaltsam und lang. Unsere Wege trennten sich am Morgen wieder, sie Richtung Halifax und wir umrundeten noch die Südküste von Nova Scotia. Kein Weg führt an „Moncton“ vorbei, so fuhren wir zum dritten Mal durch diese Stadt. Schon bald erreichten wir Nova Scotia, das letzte Bundesland Kanadas auf dieser Reise. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, bis zur Nacht in „Truro“. Da fing es zu regnen an und ein stürmischer Wind setzte ein. Unser Camper wurde wieder einmal richtig durchgerüttelt. Auch am Morgen ging es stürmisch weiter, jedoch bei Sonnenschein. Der erste Stopp galt dem Aussichtspunkt vom „Burncoat Head“, wo angeblich der weltgrösste Gezeitenunterschied sein soll. Als wir beim Parkplatz des Aussichtpunktes ankamen, sagten sie uns, wir könnten da nicht hinunter gehen, der Wind sei zu stark und somit zu gefährlich. „Hm“, wir wollten aber trotzdem dahin, wo wir schon mal da sind. Also marschierten wir trotz der Warnung los. Der Wind bliess tatsächlich extrem stark, so dass es uns fast weggeblasen hatte. Ich musste mich auf der Plattform wirklich am Geländer fest halten, sonst wäre ich mit dem Wind davon gebraust. Schade war, dass wir nicht den Unterschied zwischen Ebbe und Flut sehen konnten, deshalb blieb die Wirkung klein. Wir fuhren noch bis „Parkers Cove“, direkt am Meer. Auf dem grossen Campingplatz waren wir, wie meistens jetzt, die einzigen Gäste. Wir blieben zwei Nächte hier, um anderen Tags einen Ausflug auf die Landzunge und zwei kleinen Inseln zu machen. Ausser, dass der Weg dorthin sehr schön war, boten die Inseln nicht viel. Natürlich stand auch da ein Leuchtturm, die es mir mittlerweile angetan haben. (was ihr sicher gemerkt habt). Auf dem Rückweg trafen wir in „Digby“ auf ein CH-Paar (das wir nicht kannten), das einen Campingplatz suchte. Kurzerhand kamen sie mit uns, worauf wir wieder einen gemütlichen Abend zu viert hatten. Das finde ich das Schöne am Reisen, man trifft immer interessante Leute an, die ihre Erfahrungen beim Reisen auch gerne weiter geben. Der Wind bliess weiterhin extrem stark (sturmartig) als wir weiter fuhren. Die Kanadier meinten, dass sei ein „Ausläufer“ eines Hurrican´s vom Süden. Mangels Campingplatz, stellten wir uns in „Yarmouth“ wieder auf den Parkplatz eines „Walmart“. Da immer noch starker Wind war, „rasten“ die Einkaufswägeli nur so über den Platz. Sehr zur Besorgnis von Ernst, der befürchtete, dass eines in unseren Camper schlitterte. (Die Sorge war unbegründet). Mittlerweile ist unsere letzte Fahrwoche angebrochen, wir wollen am 25.11. in Halifax sein, um den Camper „verschiffungstauglich“ zu machen und unsere Papiere beim Spediteur abzuholen. Die Fahrt der Küste entlang, auf der „Leuchtturm-Route“ war toll, wir passierten unzählige herzige Fischerdörfer, wo wir immer wieder eine Pause einlegten. Lustig anzusehen, waren auch die Felder, wo sich hunderte von Wildgänsen aufhielten. In „Hunts-Point“ trafen wir wieder auf das gleiche CH- Paar, wie zwei Tage zuvor, wir waren die einzige vier auf dem Campingplatz. In „Lunenburg“ wollten wir zwei Nächte bleiben, als wir da ankamen, sagten sie uns, das wäre die letzte Nacht wo sie offen hätten. Laut Campingführer, müsste das allerdings bis 31.10. sein. Pech für uns. Lustig war aber, als wir vor dem Campingplatz anhielten, kam eine Frau zu uns und fragte auf Schweizer deutsch, ob wir wirklich von Luzern wären. Sie habe das Nummernschild gesehen und sei hinter uns her gefahren. Bei einem kurzen Schwatz, erzählte sie uns, dass sie schon seit Jahren hier lebe und auf dem Weg ins Spital war um „Ines Torelli“ (die uns bekannt war) zu besuchen, die offensichtlich auch schon seit Jahren hier lebt.  Das hübsche Städtchen erkundigten wir zu Fuss, schade, dass auch hier fast alles schon geschlossen war. Der weitere Weg nach „Peggy`s Cove“ führte uns an der Stelle vorbei, wo vor 20 Jahren die Swissair 111 abgestürzt war. Zwei Denkmäler erinnerten an diese schreckliche Katastrophe. Der „berühmte“ offenbar meistfotografierte Leuchtturm von Kanada, zeigte sich sowohl am Nachmittag, wie auch am anderen Morgen von seiner schönsten Seite. Unglaublich, wie viele Touristen hier waren. Auf der ganzen Reise, haben wir nicht so viele gesehen. So, nun geniessen wir noch die aller letzte Woche, bei diesem tollen Herbstwetter. Der letzte Bericht kommt noch, also bleibt dran.

originelle Gasflaschen

Blick auf Digby

Eine von vielen Kirchen aus Holz

Bummeln durch Liverpool

unzählige Teesorten, wer die Wahl hat....

Fischzucht-Anlage

Morgenstimmung auf dem Campingplatz in Lunenburg

Hier ist das Flugzeug abgestürzt

Der Leuchtturm von Peggy`s Cove