19.12. bis 28.12.

 

Wir hoffen, ihr habt alle schöne und erholsame Festtage verbracht. Ja, die Vulkane haben es uns auch angetan, deshalb gibt's noch mehr davon

 

Wir sind immer noch in Pucon. Wir unternahmen eine abenteuerliche Fahrt (von der Strasse her) ein Stück hinauf zum Vulkan. Ernst hatte es wunderbar im Griff, ich hätte schon längst umgedreht. Da nahmen wir zu viert an einer Führung durch eine Lavahöhle, des Vulkan Villarica, teil. Das haben wir bisher noch nie gesehen und war sehr eindrücklich. Die unterirdische Höhle war 500 m lang und 150 m unter der Erde geformt von einem Lavastrom. Ausserhalb kamen wir noch in den „Genuss“ einer wackligen Hängebrücke über einen gewaltige Lavarinne.  Dann gings weiter, das erste Mal auf der Panamericana, die hier noch Ruta 5 heisst. Sie nennt sich eine Autobahn und ist gebührenpflichtig. (und das nicht wenig). Sie gestaltete sich äusserst abwechslungsreich, gab es da doch Kreuzungen und Bushaltestellen. Dementsprechend bewegten sich auch die Menschen darauf, die auch einmal die Autobahn überqueren. Traktoren und Velos sind auch keine Seltenheit und sogar Hühner mit ihren Jungen tummeln sich da. Ernst meinte, bei uns würde man „abgeholt“, wenn man sich unter eine Autobahnbrücke setzt und strickt. Auch das gab es. Auf dem weiteren Weg nach Norden sahen wir in der Ferne weitere Vulkane und natürlich die Anden. Wir sind nun endgültig im Sommer angekommen, bei angenehmen 27 Grad. In Chillan übernachten wir wunderschön auf dem Weingut von „Ruedi“, einem Schweizer, der vor vielen Jahren ausgewandert ist. Bei einer Führung brachte er uns nicht nur sehr spannend das Leben als Weinproduzent näher, sondern auch mit welchen Schwierigkeiten er hier leben muss, nebst den schönen Seiten. Selbstverständlich gab es auch ein exzellentes Nachtesssen zu den Weinproben.  Weiter auf der Panamericana, waren wir nach 400 km in Santiago de Chile, der Hauptstadt mit 6 Mil.  Einwohnern. 2 Nächte blieben wir auf einem Parkplatz in einem Wohnviertel mitten in der Stadt. Am Abend genossen wir noch einen schönen Ausblick vom 64. Stock  des höchsten Turmes von Südamerika, der nur ca. 30 Min. zu Fuss,  von unserem Übernachtungsplatz entfernt war.  Auf dem Rückweg, ca. um 23.00 kamen wir noch in den Genuss das letzte Stück des eindrücklichen Weihnachtskonzertes am Fluss zu geniessen. Open-Air bei 23 Grad, einfach toll.  Am anderen Tag liefen wir uns bei einer spannenden Stadtführung (das meiste zu Fuss) fast die Füsse wund und das bei gut 30 Grad. Und schon ging die Fahrt wieder weiter, über den 3200 m hohen Pass „Los Libertadores“, nach Medoza, wieder in Argentinien. Auf knapp 3000 m blickten wir bei einem Spaziergang auf den höchsten Berg Amerikas  mit knapp 7000 m. Schon imposant und dazu noch das super Wetter. Etwas ausserhalb der Stadt blieben wir 2 Nächte auf einem Campingplatz, wo auch wir Weinachten feierten. Medoza gilt als die Weinregion des Landes, was wir auf dem Weg gut, an den unzähligen, riesigen Rebenanbaugebieten sahen.  Am 24. besuchten wir ein sehr schönes Weingut, wo es wiederum ein ausgezeichnetes, mit sehr viel Kreativität gekochtes, Mittagessen mit mehreren Gängen gab. Den Abend verbrachten wir gemütlich auf dem Platz miteinander in der Gruppe. Die 460 km lange Fahrt  bis zum Nationalpark „Ischigualasto“ war wenig spannend. Bei 37 Grad wechselten sich Salz-Sand-und Steinwüste ab. Unsere Klimaanlage konnte sich voll entfalten und zeigen, was sie hergibt. Zum Glück war die Luft trocken, so fand ich (Ernst nicht) es noch ganz angenehm draussen. Wir besuchten nämlich (ein Stück zu Fuss) auf dem Weg noch einen „Walfahrtort“. Die Legende (Kurzfassung) sagte, dass sich im 18. Jahrhundert eine Frau mit ihrem Säugling in die Wüste begab und dabei verdurstet ist. Ihr Säugling hat nur dank der Muttermilch überlebt. Deshalb legen die Argentinier zu bestimmten Tagen, dutzende von Wasserflaschen hin, damit niemand mehr verdursten muss. Zusätzlich bauen sie kleine Häuschen mit Danksagungen.  Für uns sah das einfach nur speziell aus. Wenn man so durch die Gegend fährt  bekommt man einen kleinen Eindruck, wie riesig das Land ist und so wenig bevölkert. 80 km weiter übernachteten wir im NP Talampaya, wo wir an einer geführten Bustour in einen Canyon teilnahmen, der spezielle Felsformationen aufwies. Der nächste Übernachtungsplatz war in „Guardia Vieja“, am Fusse des Passes „Agua Negra“, nach dem Grenzposten von Argentinien, auf einem Parkplatz. Wir waren da schon auf 2700 m, zum Akklimatisieren für den nächsten Tag. Frühmorgens um 6.00 gings los zur Passhöhe auf 4757m. Als die Sonne kam, zeigten sich die Felsen des Gebirges in den allerschönsten Farben. Auch an den bis zu 6 m hohen Schnee-und Eispyramiden konnten wir uns kaum sattsehen. Man kann das gar nicht in Worte fassen, so wunderschön war diese Gegend. Auf der Passhöhe durfte auch das Blutdruck messen für uns und Interessierte nicht fehlen (fast wie bei der Arbeit). Das war schon ein Test für die Gesundheit, für die Höhe in Bolivien auf über 5000 m, die bald folgen wird.  Der Pass erstreckte sich über gut 120 km, davon 80km  Schotterpiste. Dazwischen passierten wir noch die chilenische Grenze. Damit haben wir Argentinien endgültig verlassen. Nun stehen wir für 2 Nächte in Vicuna, auf dem Parkplatz eines Hotels, wo wir die ganze Infrastruktur (inkl. Wäscheservice) nutzen können.

 

Da ihr erst nächstes Jahr wieder von uns liest, wünschen wir allen einen guten Rutsch und nur das Beste für 2018. Wir werden Silvester am Strand verbringen.

 Der nächste Bericht geht unter Chile weiter. Wir hatten ein Problem mit der Homepage, deshalb gibt es eine andere Unterteilung.

 

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